Landkauf im Kreis Unna

Landkauf in Uelzen, Mühlhausen, Lünern und Hemmerde

Mit Genemigung vom Katasteramt Kreis Unna
Mit Genemigung vom Katasteramt Kreis Unna

Der NABU Kreisverband Unna e.V. und der Verein für Heimat und Natur Mühlhausen/Uelzen haben am 06.Oktober1988 die Stiftung „Ökö- Zelle am Ahlbach“ ins Leben gerufen. Sie hat zum Ziel, Land für den Natur- und Landschaftsschutz im heimischen Raum zu kaufen und hierfür Geldspenden zu sammeln. 3 Euro werden angesetzt, um damit 1m² Land zu kaufen und es für die bedrohte Tier- und Pflanzenwelt sinnvoll zu gestalten. Seit Oktober 1988 haben über 1070 Einzelspenden und die Beiträge unserer Mitglieder einen Geldbetrag in Höhe von über 200.000,00 Euro erbracht. Darin sind auch zahlreiche Spenden der Stadt Unna enthalten. Mit diesen Eigenmitteln sowie Landesmitteln und Geldern der NRW-Stiftung konnten bisher 301.307 m² Land erworben werden.
Bis heute wurden neben dem ersten privat erworbenen Grundstück „Rebhuhnacker“ 22 weitere Grundstücke erworben. Viele Grundstücke liegen im Naturschutzgebiet Uelzener Heide -Mühlhauser Mark (UN-021). Die Grundstücke in Hemmerde grenzen an das Naturschutzgebiet   Hemmerder Wiesen (UN-044).
Diese Landkäufe sind jedoch nur möglich, weil die öffentliche Hand- nach Prüfung des Objektes- erhebliche Mittel zuschießt. Bei jedem bezuschussten Kauf wird im Grundbuch eingetragen, dass das Grundstück nur für Zwecke des Natur- und Landschaftsschutzes verwendet werden darf.

Stiftungsurkunde Landkauf
Stiftungsurkunde Landkauf

Jeder Spender erhält eine Stiftungsurkunde, in der Name des Spenders und die Anzahl der damit zu kaufenden Quadratmeter genannt werden. Des Weiteren sind alle Spender namentlich in einer Liste aufgeführt, die inzwischen schon 4 DIN A4 Seiten umfasst. Auch diese Liste erhält jeder Spender. Da diese Idee soviel Beifall gefunden hat, wird sie weiterhin vom NABU und dem Heimatverein verfolgt. 

 

Spendenkonto
NABU Kreisverband Unna e.V.

Kto. Nr. 4009099501 bei der Volksbank Dortmund
BLZ 441 600 14
Eine steuerliche Spendenbescheinigung wird erstellt.

 

Flächenauflistung

1. Rebhuhnacker
Diese Fläche wurde am 08.04.1988 von den Familien Rabeneck, Liesem und Albrecht für Naturschutzzwecke erworben.
-einheimische Sträucher
-natürliche Sukzession
Größe: 2.400 qm

2. Ahlbachkamp
Früher Öko-Zelle am Ahlbach, am 21.06.1989 erworben
Eigenmittel: DM: 32.655.-/ Euro: 16.696,24
-Benjeshecke
-Tümpel
-Schwarzpappeln
-Totholzhaufen
-einheimische Sträucher
-extensive Mähwiese
Größe: 12.224 qm

3. Erlenkamp
Diese Fläche wurde am 17.08.1990 erworben.
Eigenmittel: DM: 8.005.-/ Euro: 4.092,89
-renaturierter Bachlauf (Spende: Fa. W. Düchting)
-extensive Mähwiese
-einheimische Bäume und Sträucher
Größe: 3.174 qm

4. Rotkehlchenhain
Diese Fläche wurde am 10.12. 1992 erworben.
Eigenmittel: DM: 31.232.- / Euro:15.968,67
-Tümpel 625 qm
-Feldgehölze
-Streuobstwiese mit Baumpatenschaften
-extensive Mähwiese
Größe: 26.563 qm
Dieser ehemalige Acker in der Größe von 26.563 qm (etwa 300 m lang und 85 m breit) wurde am 10.12.1992 vom NABU Kreisverband Unna e.V. in Verbindung mit dem Heimatverein Mühlhausen/ Uelzen für Zwecke des Natur- und Landschaftsschutzes erworben. Möglich wurde der Kauf durch viele Spenden Natur liebender Bürger/innen und durch die Unterstützung des Landes NRW.
Das Flurstück, das auf der Nordseite durch den in Nordlünern entspringenden Ahlbach begrenzt wird, nennt sich „Auf ´dem Ahlbach“ und liegt 71 m hoch.
Der Name „Rotkehlchenhain“ wurde vor allem deswegen gewählt, weil das Rotkehlchen „Vogel des Jahres“ 1992 war. Die Übernahme der Fläche erfolgte im August 1993 nach dem Abernten der Wintergerste. Bereits am 02.01.1993, dem „Tag der Weide“, wurden am Ahlbach entlang rund 100 Bäume und Sträucher gesetzt, davon 12 Kopfweiden. Anfang 1994 wurde im Westen als Abgrenzung zum Nachbargrundstück eine so genannte Benjeshecke angelegt (Totholzstreifen mit Büschen und einzelnen Bäumen); später folgte am Weg entlang eine weitere Benjeshecke. Der Kreis Unna ließ den etwa 625 qm großen und 2,50 m tiefen Teich anlegen (Fertigstellung am 01.03.1994). Am 11./12 März 1994 wurden im Osten zur Straße hin ein Feldgehölz mit rund 750 Bäumen und Sträuchern angelegt und der aus dem Aushub des Teiches bestehende Wall bepflanzt.
Am 03.12.1994 wurde von 28 Baumpaten eine Streuobstwiese mit 34 hochstämmigen Obstbäumen angelegt (14 Äpfel, 12 Birnen, 3 Kirschen, 5 Zwetschgen). Gleichzeitig wurde am Weg entlang nach Westen hin Wildobst gepflanzt (Mispeln, Quitten, Ebereschen und Kornelkirschen). Westlich des Walls wurden am gleichen Tag 3 große Stieleichen eingesetzt. Den größten Teil des Pflanzgutes stellte der Kreis Unna zur Verfügung.
Zum Schutz der Obstbäume vor Mäusefraß wurden drei lange Stangen als Ansitz für Greifvögel aufgestellt sowie Stein- und Holzhaufen als Unterschlupf für Wiesel, Iltis und Igel aufgeschichtet. Der Großteil der Fläche ist nunmehr Wiese, die - um eine große Artenvielfalt zu entwickeln- teils nur ein- oder zweimal im Jahr, teils nur alle drei Jahre gemäht wird. Im Winter 1994/95 wurden auf der Südseite des Ahlbachs neben dem Steinhaufen eine Anzahl Stecklinge der „reinen“ Schwarz-Pappel (Populus nigra) eingesetzt, die in NRW zur Kategorie der „stark gefährdeten“ Bäume gehört, und zwar der Unterart der Gewöhnlichen Schwarz-Pappel (Populus nigra subsp. nigra). Sie stammen von einer Schwarz-Pappel etwa 700 m (Luftlinie) nordwestlich an der Brücke über den Ahlbach. Zwei Stecklinge wurden später südlich des Teichs als einzeln stehende Exemplare umgepflanzt. Drei Exemplare sind stehen geblieben und inzwischen 4-6 m hoch.

5. Cornelkamp
Diese Fläche wurde am 14.12.1994 erworben.
Eigenmittel: DM: 14.690.-/ Euro: 7.510,88
(Geburtstagsspende von Dr. J. Cornelissen)
-Tümpel (Firma Düchting)
-Waldsaum
-Benjeshecke
-Wildobstbäume
-Schwarzpappeln
-Hochstaudenflur
-extensive Heuwiese
Größe: 13.239 qm

6. Nachtigallenbruch
Diese Fläche wurde am 14.12.1994 durch Kauf und anschließenden Tausch erworben.
Eigenmittel: DM: 18.909.-/ Euro: 9.668,02
(Spende der NABU-Ortsgruppe Bergkamen/Kamen)
Die Fläche wurde auf Grund des Vorkommen von Nachtigallen und weil die Nachtigall 1995 „Vogel des Jahres“ war, als Nachtigallenbruch benannt.
Der bisherige Acker wurde dünn mit verschiedenen Gräsern, Rot- und Weißklee eingesät. Am „Tag der Weide“ 1996 wurde die Dränage an drei Stellen unterbrochen. Im Frühjahr 1996 wurde am Weg entlang eine dreireihige Hecke mit einheimischen Sträuchern (je 50 Weißdorn, Schwarzdorn, Faulbaum, Schneeball und je 25 Hundsrosen, Ebereschen, Feldahorn und Feldulmen) angelegt. Auf der Ostseite am Storksbach (= Storchenbach) entlang wurden einige Kopfweiden, Erlen, Eschen und Büsche eingesetzt und im nördlichen Teil 2 Eschen und drei „reine“ Schwarz-Pappeln gepflanzt, die sich zu großen, freistehenden Solitärbäumen entwickeln sollen. Die Schwarz-Pappeln, die in NRW zur Kategorie der „stark gefährdeten“ Bäume gehören, sind Stecklinge von einem mächtigen, alten Exemplar etwa 750 m nördlich an der Brücke über den Ahlbach. Es handelt sich um die Unterart der Gewöhnlichen Schwarz-Pappel (Populus nigra subsp. nigra).
Der mittlere Teil des Grundstücks dient als extensives Grünland, das ein- oder zweimal jährlich gemäht wird. Auf den breiten Randstreifen ringsherum soll sich eine Hochstauden- und Röhrichtflur entwickeln. Dort wurden auch Weideäste zu zwei Totholzhaufen aufgeschichtet.
Die westliche und nördliche Begrenzung des Grundstücks bilden die Schachtkuhlen, die 1867 bei der Anlegung des Bahndamms für die Strecke Hagen- Unna- Hamm entstanden, sich mit Wasser füllten und heute wertvolle Rückzugsgebiete für Pflanzen und Tiere darstellen.
Das Grundstück hat sich inzwischen zum Ehrenhain entwickelt: am 24.02.1996 wurde im Westteil des Grundstücks für Willi Borchardt und am 26.10.1996 für Willy Weber, zwei „Aktive“ der NABU- Ortsgruppe Bergkamen/Kamen, zu ihrem 75. Geburtstag jeweils eine große „Geburtstagseiche“ gepflanzt, am 26.02.2000 eine „Hanns Wilhelm Niermannn Esche“ und am 15.02.2001 im Ostteil die „Heinz Herkenrath Esche“ aus Anlass von deren 80. Geburtstag.
Das Gründstück ist heute Teil des 1997 festgesetzten, etwa 190 ha großen Naturschutzgebietes „Uelzener Heide –Mühlhauser Mark“. -extensive Heuwiese
-Totholzhaufen
-Benjeshecke
-Geburtstagseichen
- Größe 12.644 qm

7. Am Waldrand
Diese Fläche wurde am 14.12.1994 erworben, Tauschfläche
-naturnahe Waldgestaltung
Größe: 5.664 qm

8. Am Mühlbach
Diese Fläche wurde 1996 durch Tausch gegen den Südzipfel „Am Waldrand“ erworben.
Größe: 616 qm

9. Ahlbachwiesen
Diese Fläche wurde am 27.11.1995 erworben.
Eigenmittel: DM: 10.901.-/ Euro: 5.573,29 und übrige Gelder: NRW-Stiftung und Land NRW
-Renaturierungsmaßnahmen am Ahlbach
-extensive Viehweide
-Beibehaltung des offenen Grünlandcharakters
Größe: 35.452 qm

10. Erleywiesen

Diese Fläche wurde am 28.08.1995 erworben.
Mittel: NRW-Stiftung/ DM: 130.000.-/ Euro: 66.467,94
-renaturierter Bachlauf (Firma Düchting)
-Feldgehölze
-Obstbäume
-extensive Viehweide
-Waldrandgestaltung
-Lebensraum für Skudden
-Größe: 22.573 qm

11. Am Spechtwald
Diese Fläche wurde am 15.04.1997 erworben.
Eigenmittel: DM: 31.682.-/Euro: 16.199,26
-0,5 ha Naturwald
-Waldrandgestaltung
-Totholzhaufen für Eidechsen und Insekten
-extensive Mähwiese
Größe: 30.487 qm

12. Am Katzenteich
Diese Fläche wurde am 20.12.1997 erworben.
Eigenmittel: etwa DM: 31.000.-/Euro: 15.850,00
-extensive Viehweide
-extensive Mähwiese
-Bachrandgestaltung
-Hochstaudenflur
-Größe: 30.273 qm

13. Lerchenfeld
Diese Fläche wurde am 16.12.1998 erworben.
Eigenmittel: DM:16.000.-/Euro: 8.180,67
-extensive Viehweide oder Mähwiese
-Heckensäume
-Hochstaudenfluren
Größe: 16.564 qm.

14. Öko-Zelle Nordteil
Diese Fläche wurde am 09.08.1999 erworben.
Eigenmittel: ca. DM 6.260.-/Euro: 3.200,69
-renaturierte Paschquelle
-Hochstaudenflur mit Schilf
-Kopfweiden
-Strauchgruppen
Größe: 4.644 qm

15. Goldammerneck
Diese Fläche wurde am 13.12.1999 erworben.
Eigenmittel: ca. DM: 7.600.- /Euro: 3.885,82
-extensive Viehweide oder Mähwiese
-Hochstaudenflure
-Heckensäume
Größe: 6.750 qm

16. An der Gräfte
Diese Fläche wurde am 10.12.2000 erworben.
Eigenmittel: DM 18.700.-/ Euro: 9.561,16
-extensive Viehweide oder Mähwiese
-Hochstauden- und Röhrichtfluren
-dreireihige Hecke
Größe: 16.612 qm

17. Am Holzweg
Diese Fläche wurde am 25.10.2001 erworben.
Eigenmittel: DM 19.000.-/ Euro 9.714,55
-extensive Mähwiese und Gehölzsaum
-Lebensraum für Bienen und Schmetterlinge
Größe: 17.351 qm

18. Spatzenwiese
Diese Fläche wurde am 01.12.2002 erworben.
Eigenmittel:€: 4.900.-
-extensive Mähwiese
Größe: 7.809 qm

19. Am Lünernholz
Diese Fläche wurde am 16.12.2003 erworben
Eigenmittel: €: 17.000.-
-natürliche Sukzession
Größe: 11.727 qm

20. Am Mühlbach (West)
Diese Fläche wurde am 19.05.2005 erworben.
Mittel: NRW-Stiftung €: 29.000.-
-extensive Mähweide
-Tümpel
-Schilfgürtel
-Uferstreifen
Größe: 6.758 qm

21. Am Vöhdeweg
Diese Fläche wurde am 01.06.2005 erworben.
Eigenmittel: €: 24.100.-
-extensive Mähwiese
-Feldgehölze
Größe: 8.650 qm

22. Schwarzpappelweide
Diese Fläche wurde am 22.11.2006 erworben.
Eigenmittel: €: 33.000.-
-extensive Mähweide
-Bachrandgestaltung
-Schwarzpappeln
Größe: 11.770 qm

23. Kuckucksweide
Diese Fläche wurde am 25.02.2009 erworben.
Eigenmittel: €: 18.447.-
Übrige Gelder: Nordrhein-Westfalen-Stiftung
-extensive Mähweide
-Teich
Größe: 14.163 qm

24. Waldwiese im Unneraner Osten

Erwerb: 21.06.1988

Größe: 2421qm

Termine im November

Mo., 07.11.2016 Vorstands- und Beiratssitzung im Bootshaus in Schwerte

Mo., 14.11.2016 Vortrag: Geschichte und Vogelwelt des Fröndenberger
NSG Kiebitzwiese

Mi., 16.11.2016 Stammtisch – NABU Ortsgruppe Selm

Mo., 28.11.2016 Stammtisch – NABU Ortsgruppe Kamen/Bergkamen