Aktionen

Der NABU ist sehr vielfältig. Im Frühjahr ist ein wichtiges Projekt die Krötenwanderung. Im Mai heißt es Vögel gucken, beobachten und melden. Denn dann schlägt die Stunde der Gartenvögel. Aber auch zu Fledermäusen oder bei der Landschaftspflege sind wir aktiv.

Unsere Aktionen im Überblick:

  • "Schwalbenfreundliches Haus" vom NABU im Kreis Unna Mehr
  • Handy-Recycling-Aktion startet durch Mehr
  • Krötenwanderung Mehr
  • Stunde der Gartenvögel/Wintervögel Mehr
  • Fledermäuse live erleben Mehr
  • Birdwatch: Am ersten Oktoberwochenende Vogelzug erleben Mehr
  • Wildvogelschutz und Jungvogelaufzucht Mehr

Aktion „Schwalbenfreundliches Haus“ 2013 vom NABU im Kreis Unna

Rauchschwalbe Foto: NABU, Rolf Juergens
Rauchschwalbe Foto: NABU, Rolf Juergens

Sie sind wieder da, diese kleinen niedlichen Vögel, die uns den Sommer und somit sonniges Wetter prophezeien sollen.

 

Bereits im 4. Jahr gibt es die NABU-Aktion „Schwalbenfreundliches Haus“. Dabei zeichnet der NABU-Landesverband NRW gemeinsam mit seinen Kreis- und Stadtverbänden schwalbenfreundliche Hausbesitzer und ihre Immobilie mit einer Plakette aus. Bewerben können sich Hausbesitzer, die das Brutgeschehen der wendigen Flugkünstler und Sommerboten dulden und fördern, ganz gleich, ob es sich bei dem Gebäude um ein Wohnhaus, Hotel, Bauernhof oder Fabrikgebäude handelt. Die Aktion erfreut sich großer Beliebtheit: Allein in den letzten zwei Jahren wurden bereits über 1000 Plaketten verliehen.

 

Im Laufe des Aprils sind die meisten Rauch- und Mehlschwalben in die hiesigen Brutgebiete zurückgekehrt. Mancherorts ist ihr Gezwitscher in der Nähe von Häusern, Schuppen und Ställen wieder zu hören. Doch während Schwalben einst zum gewohnten Bild der warmen Monate gehörten und als Boten des Sommers verehrt wurden, sind die Flugkünstler heute selten geworden. So werden Rauch- und Mehlschwalben in der aktuellen Roten Liste von Nordrhein-Westfalen mittlerweile beide als gefährdete Arten aufgeführt.

 

Eine der Ursachen ist der fortschreitende Verlust von Nistmöglichkeiten. Während früher in jedem Kuhstall Platz für mehrere Rauchschwalbenpaare war, sind heute viele Viehställe verschlossen. Nicht asphaltierte Feldwege und Hofeinfahrten, ideale Orte für die Schwalben, um feuchten Lehm für den Nestbau zu sammeln, sind heute eine Seltenheit. Viele Mehlschwalbennester fallen zudem der Gebäudesanierung zum Opfer, bei der sie nicht selten illegal von der Hauswand entfernt werden.

 

Noch kennen zwar viele Menschen unsere Schwalbenarten und vermissen sie gar, wenn sie ausbleiben. Die jüngeren Generationen haben es heute aber teilweise schon schwer, die Schwalben und ihre Lebensgewohnheiten überhaupt noch kennen zu lernen. Damit droht auch die Toleranz und das Verständnis gegenüber diesen Vögeln verloren zu gehen. Eine fatale Entwicklung, wenn man bedenkt, dass sie ja darauf eingestellt sind, in direkter Nachbarschaft zu uns an und in unseren Häusern zu brüten. Gründe genug für den NABU Nordrhein-Westfalen mit der Aktion „Schwalbenfreundliches Haus“ dieser Entwicklung weiterhin gegenzusteuern.

 

Finanziert wird das Projekt mit Hilfe der Stiftung Umwelt & Entwicklung Nordrhein-Westfalen sowie der Landesbausparkasse (LBS). Weiter unterstützt wird das Projekt durch den NABU-Kooperationspartner VIVARA: Für diese Aktion können Schwalbenfreunde zu Sonderkonditionen verschiedene Schwalbennisthilfen erwerben, um die Vögel am Haus bei ihrem Brutgeschäft zu fördern.

 

Die Auszeichnungen für den Kreis Unna werden von Ilona Jädtke aus Bergkamen-Oberaden koordiniert und zentral organisiert. Sie wird auf die Mitarbeit der einzelnen NABU-Ortsgruppen zurückgreifen können und Unterstützung erhalten.

 

Wer also mindestens ein Schwalbennest an oder in seinem Haus o.ä. duldet, ist schon ein Schwalbenfreund und kann sich für die Plakettenauszeichnung bewerben.

 

Die Anmeldung kann über Tel. 02306/940677 oder die E-Mail-Adresse IlonaJaedtke@gmx.de erfolgen!

Handy-Recycling-Aktion startet durch

Bei der Handyrecycling-Aktion des NABU und E-Plus werden alte und/oder defekte Handys gesammelt und umweltgerecht entsorgt, d. h. sie werden von einem Recycling-Partner überprüft und umweltgerecht recycelt. So wird verhindert, dass die in den Handys enthaltenen giftigen Substanzen wie Arsen, Blei oder Quecksilber in die Atmosphäre oder in das Grundwasser gelangen und zur Gefahr für Mensch und Umwelt werden.

 

Wertvolle Metalle wie Gold, Silber, Kupfer und seltene Metalle wie Tantal werden wiederverwertet.

 

Für jedes gesammelte Handy erhält der NABU vom Mobilfunkunternehmen 2,10 € für den Naturschutz. Das Geld fließt in das Naturschutzprojekt Untere Havel.

 

Der NABU will den Fluss wieder naturnah gestalten und die seit Ende des 19. Jahrhunderts begradigte, verbaute und eingedeichte Havel renaturieren und so den Lebensraum vieler vom Aussterben bedrohter Tiere (z.B. Eisvogel, Biber, Fischotter) und Pflanzen wieder zu einem Naturparadies machen.

Die Untere Havel ist das größte zusammenhängende Binnenfeuchtgebiet Mitteleuropas. Das Renaturierungsprojekt ist auf insgesamt 12 Jahre angelegt. Für die Renaturierung muss der NABU einen Eigenanteil von 1,75 Millionen EURO aufbringen und freut sich natürlich über jede noch so kleine Unterstützung.

 

Der NABU Kreisverband Unna beteiligt sich bereits mehrere Jahre an der Sammelaktion und hat von 2008 bis dato schon über 3000 Handys gesammelt.

 

Wer sich also im doppelten Sinne für Umwelt und Natur engagieren und sein ausgedientes Handy für dieses Projekt zur Verfügung stellen möchte, kann dieses bei einer der folgenden 6 Sammelstellen abgeben – jedes einzelne Handy zählt!

 

Handy-Sammelstellen des NABU-KV Unna:

 

Kreis Unna – Umweltamt
Platanenallee 16
59425 Unna

 

Umweltzentrum Westfalen
(Ökologiestation)
Westenhellweg 110
59192 Bergkamen

 

Umweltberatungszentrum
der Stadt Unna
Rathausplatz 21
59423 Unna
Öffnungszeiten: Di 8:30-12:30,
Do 12:00-12:30 und 15:00-18:00

 

Verbraucherzentrale NRW e.V.
Beratungsstelle Kamen
Kirchstraße 7
59174 Kamen

 

Verbraucherzentrale NRW
Beratungsstelle Lünen
Kirchstraße 12
44532 Lünen

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Krötenwanderung

Ab Februar: Den Fröschen und Kröten auf der Spur

Seit vielen Jahren haben Naturschützer dem Amphibientod an unseren Straßen den Kampf angesagt. In der ganzen Republik sind Naturschutzgruppen Jahr für Jahr aktiv, stellen Fangzäune auf, tragen Kröten über die Straße und legen Ersatzlaichgewässer an. Ohne dieses vielfache Engagement wäre es um unsere Frösche und Kröten deutlich schlechter bestellt.  Mehr zur Aktion

 

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Stunde der Gartenvögel / Wintervögel

Wann die nächste Zählung stattfindet erfahren Sie über den Link "Mehr zur Aktion"

Vögel in der Nähe beobachten, an einer bundesweiten Aktion teilnehmen, dabei

tolle Preise gewinnen und die Kenntnisse über unsere Vogelwelt steigern - all das vereint die Aktion „Stunde der Gartenvögel“. Dabei sind Vogelfreunde quer durch die Republik aufgerufen eine Stunde lang alle Vögel zu notieren und dem NABU zu melden. 

 

Mehr zur Aktion Stunde der Gartenvögel

 

Mehr zur Aktion Stunde der Wintervögel

 

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Fledermäuse live erleben

Batnight am letzten August-Wochenende in allen Regionen Deutschlands

Am letzten Augustwochenende ist es so weit: Bei der europaweiten Batnight dreht sich alles um die Fledermaus. In ganz Deutschland bieten NABU- und LBV-Gruppen Exkursionen und Feste für Fledermausfreunde an. Die Hauptveranstaltung findet im schleswig-holsteinischen Bad Segeberg statt. Der dortige Kalkberg zählt zu den bedeutendsten Fledermausquartieren in Europa. Mehr als 17.000 Fledermäuse suchen den Kalkberg auf.  Mehr zur Batnight

 

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Birdwatch

Am ersten Oktoberwochenende Vogelzug erleben

Bereits seit mehr als einem Jahrzehnt gehört das erste Wochenende im Oktober fest in den Terminkalender zahlreicher Menschen, die ein Naturschauspiel besonderer Güte erleben wollen. An diesem Wochenende findet der BirdWatch statt, das Beobachten, Zählen und Kartieren von wandernden Vögeln. Auch in diesem Jahr zückten Anfang Oktober Vogelbeobachter in ganz Europa ihre Ferngläser, um der Abreise der Sommergäste zu erleben.  Mehr zum Birdwatch

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Wildvogelschutz

Jungvogel ohne Eltern! Was ist zu tun?

Einleitung Handout Aufzucht von Jungvögeln

von Gudrun Hartisch und Ingo Lukschütz

 

Ein Herz für Wildtiere zu haben, ist grundsätzlich ehrenwert, allerdings kann das Eingreifen des Menschen im Einzelfall völlig falsch sein, weil der allem Anschein nach von seinen Eltern verlassene Jungvogel gar nicht in Not ist.

 

Nestlinge verhalten sich in den ersten Lebenstagen eher ruhig. Je älter sie werden, desto bewegungsfreudiger sind sie, um beispielsweise ihre Flugmuskulatur zu trainieren. Gelegentlich kommt es vor, dass ein vorwitziger Nestling aus dem Nest fällt. Setzen Sie einen Nestling wieder zurück in sein Nest, damit er weiterhin von seinen Eltern versorgt wird. Scheuen Sie sich nicht davor, den jungen Vogel zu berühren, denn entgegen anders lautender Aussagen nehmen die Eltern ihren Nachwuchs auch weiterhin an.

 

Hinzu kommt, dass die Handaufzucht von Jungvögeln eine schwierige Aufgabe ist, die man nicht "mal eben" nebenbei bewältigen kann. Die Tiere müssen regelmäßig gefüttert werden, was für die meisten Berufstätigen kaum realisierbar ist. Der Nachwuchs wird je nach Größe der Vogelart im 20 bis 60 Minutentakt versorgt. Das richtige Futter zu verabreichen, ist entscheidend für den Erfolg der Jungenaufzucht. So mancher gefiederter "Nahrungsspezialist" ernährt sich von Futtertieren, die weder preisgünstig, noch in jedem Zooladen erhältlich sind. Häufig ist es sinnvoll, vitamin- und mineralstoffhaltige Futterzusätze zu verabreichen, die auf die Bedürfnisse, schnell wachsender Jungvögel zugeschnitten sind. Mitunter ist sogar ein Tierarztbesuch fällig, der ebenfalls Zeit und ggf. Geld kostet.

 

Sollten Sie das Nest nicht finden oder wurde es zerstört (zum Beispiel von einem Fressfeind), dann sollten Sie sich des gefundenen Nestlings annehmen und ihn entweder selbst aufziehen oder einer Auffangstation in Ihrer Nähe übergeben.

 

Das gesammte Handout können Sie sich unten als PDF (20 Seiten) downloaden.

Aufzucht von Jungvögeln (Singvögel) PDF 20 Seiten
Dieses Handout zur Aufzucht von Jungvögeln (aus Wildvogelhilfe mit freundlicher Zustimmung von Gudrun Hartisch) soll Ihnen einen Leitfaden an die Hand geben. Es beantwortet Fragen: Was ist zu tun, wenn ich einen Vogel ohne Eltern sehe? Ins Nest zurück oder selbst kümmern? Vogelbestimmung? Wie oft und wie viel füttern? Was wird gefüttert? u. a.

Ein hilfreicher Link für Tipps und Hilfe vor Ort ist www.wildvogelhilfe.org

 

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Termine im Oktober

Mo., 02.10.2017 Vorstands- und Beiratssitzung

Sa., 14.10.2017, 12 bis 18 Uhr
Tag des Apfels auf der Ökologiestation in Bergkamen-Heil | Westenhellweg 110

So., 15.10.2017 Ornithologiekurs von Karl-Heinz Kühnapfel im NSG Beversee

Mi., 18.10.2017 Stammtisch – NABU Ortsgruppe Selm

Do., 26.10.2017 Stammtisch – NABU Ortsgruppe Kamen/Bergkamen

Achtung die November-Sitzung findet in Schwerte statt!

Mo., 06.11.2017 Vorstands- und Beiratssitzung