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Aktivitäten 2015

NABU-Weihnachtswanderung am Beversee

Am zweiten Weinachtsfeiertag fand wieder unsere traditionelle Weihnachtswanderung am Beversee statt. Karl-Heinz Kühnapfel führte etwa 50 Teilnehmer bei frühlingshaften Temperaturen durch das Naturschutzgebiet "Beversee". Es wurde besonders die Vogelwelt des Beversees und deren Entwicklung vorgestellt, aber auch Einblicke in andere Tiergruppen und die Pflanzenwelt des Beversees gegeben. Am See konnten u.a. Kormorane, Tafel- und Reiherenten sowie ein Zwergsäger und der Eisvogel beobachtet werden. Danach ging es durch den Wald, wo bereits die ersten Zitronenfalter flogen. Zurück am Wanderparkplatz konnten sich alle Teilnehmer am NABU-Stand mit Infomaterial versorgen. Bei Glühwein, Punsch,Kaffee und Gebäck nutzten zahlreiche Teilnehmer die Veranstaltung für angeregte Gespräche über aktuelle Fragen des Naturschutzes. Wie jedes Jahr wieder eine rundum gelungene Veranstaltung. Fotos und Text: Klaus-Bernhard Kühnapfel


Die Ahlbachwiese im Januar 2016

Teicherweiterung erfolgreich abgeschlossen

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Die am 24.08.2015 begonnenen Ausgrabungsarbeiten zur Erweiterung des Ahlbachweisenteichs sind am 12.10.2015 erfolgreich abgeschlossen worden.

 

Durch den Granatenfund vom 26.08.2015 sind die Arbeiten zum Stillstand gekommen. Eine großflächige Sondierung der gesamten Fläche führte zu 18 Verdachtsmomenten die alle genauer untersucht werden mussten, bevor die Bauarbeiten weitergehen konnten. Am 28.09.2015 erfolgte dann die Freigabe durch die Stadt Unna und die Bauarbeiten konnten zuendegeführt werden.

 

Pressetermin: am Samstag, den 31.10.2015 um 11 Uhr am Ahlbachteich.

 

Kampfmittelbergungsdienst vor Ort

Der Kampfmittelbergungsdienst untersucht das gesamte Gelände auf Metallteile und kann dabei bis in eine Tiefe von 6 Metern orten. 

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Fund einer Granate aus dem 2. Weltkrieg am 2. Tag

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Teicherweiterung in Unna-Uelzen/Mühlhausen

Der vor Ihnen liegende, im September 2009 angelegte Tümpel wird um rund 500 qm erweitert.

 

Dadurch werden nicht nur die Laichmöglichkeiten für Amphibien optimiert, sondern vor allem auch Wat- und Wasservögel angezogen. Dies gilt vor allem für Zugvögel auf ihrem Flug nach Süden und wieder zurück in den Norden.

 

Der Teich soll frei, von weitem sichtbar, im offenen Grünland liegen, ohne Bepflanzung

mit Büschen und Bäumen.

 

Er wird auch von einem Zaun umgeben, damit die auf der Wiese weidenden Rinder ihn nicht verschmutzen.

 

Finanziert wird die Erweiterung zu 70 % durch das Förderprogramm für Naturschutz des Landes NRW über den Regierungspräsidenten in Arnsberg, die restlichen 30 % durch Spenden, und zwar vom Heimatverein Mühlhausen/Uelzen, der Bürgerstiftung Unna, dem NABU-Kreisverband Unna und der Familie Hagemann in Unna.

 

Projektleiterin ist Dipl.–Biologin Anke Bienengräber von der Ökologiestation in Bergkamen. 

 

Das Grundstück, auf dem sich der Teich befindet, sind die „Ahlbachwiesen“ in der Größe von 35.452 qm, die 1995 vom Naturschutzbund Deutschland Kreisverband Unna e.V. (NABU) in Verbindung mit dem Heimatverein Mühlhausen/Uelzen für Zwecke des Natur- und Landschaftsschutzes erworben wurden.

 

Möglich wurde damals der Kauf durch die Spenden vieler einzelner Bürger/-innen und mit Unterstützung des Landes NRW sowie der Nordrhein-Westfalen-Stiftung.

 

Die Fläche ist Teil des Mitte 1997 festgesetzten, 200 Hektar großen Naturschutzgebietes

"Uelzener Heide/Mühlhauser Mark".

 

NABU Kreisverband Unna e. V. und Heimatverein Mühlhausen/Uelzen


NABU-Infostand am Tag des Apfels am 24.10.2015

Der Tag des Apfels war wieder einmal ein voller Erfolg. Zahlreiche Besucher strömten bei bestem Wetter zur Ökologiestation. Unser Infostand war entsprechend gut besucht. Viele interessante Gespräche wurden nicht nur zum Thema Apfel geführt. Diese Veranstaltung hat wie in den vergangenen Jahren wieder durch eine gute Mischung aus kulinarischem rund um den Apfel, regionalen Produkten, Informationen rund um den Umwelt- und Naturschutz im Kreis Unna sowie kurzweiligen Angeboten für den Nachwuchs überzeugt. Text: Klaus-Bernhard Kühnapfel Foto: Ilona Jädtke

 


Schmetterlingsexkursion Halde Bergkamen

Leider hatten wir bei der Schmetterlingsexkursion am 16.08.2015 auf der Halde in Bergkamen in diesem Jahr schlechtes Wetter. Doch einige Interessierte wurden von Klaus-Bernhard Kühnapfel über die Halde geführt und es wurden auch einige Schmetterlinge an ihren Ruheplätzen gezeigt: schlafende Bläulinge, flüchtende Spanner und ruhende Eulenfalter. Bei Sonnenschein kann jeder Schmetterlinge finden, doch bei Regenwetter konnte der Experte des NABU zeigen, wo sie sich verstecken. Daneben wurden wetterbedingt andere Insekten und vor allem Schnecken gezeigt, welche die Exkursionsteilnehmer am Wegesrand beobachten konnten.

 

Bild und Text Klaus-Bernhard Kühnapfel


Wiesenmahd in Bergkamen-Heil 2015

Helfer vom Gymnasium
Helfer vom Gymnasium

Seit über 30 Jahren mäht der NABU die Orchideenwiesen in Bergkamen-Heil. In diesem Jahr konnte wiederum mit Hilfe von Schülern/Innen des Gymnasiums Bergkamen im Rahmen ihrer Projektwoche ein Teil der Orchideenwiesen vom Mahdgut befreit werden. Am 10.08.2015 haben Herwig Rabeneck, Norbert Gruchot, Erhard Hellmann, Udo Bennemann und Bernd Margenburg ca. 2/3 der Orchideenwiese am Kraftwerk gemäht und in Bahnen zusammengeharkt. Am Donnerstag und Freitag konnte trotz der hohen Temperaturen dank des Einsatzes der Schüler die gemähte Fläche vom Mahdgut geräumt werden.  Zum Abschluss stellte Dr. Loos den Schülern den durch Bergsenkungen entstandenen Lebensraum vor. Vielleicht wecken die Informationen zu den Pflanzen am Wegesrand das Interesse der Schüler/Innen, sich etwas näher mit unserer Pflanzenwelt zu beschäftigen. Damit war Teil 1 der Mahd in Bergkamen Heil beendet.

 

Ab dem 24.08.2015 wurden dann die restliche Wiesenfläche am Kraftwerk und die Wiese hinter dem Pumpwerk gemäht. Damit fehlte nur noch die Orchideenwiese westlich der Nördlichen Lippestraße. Unser Mahdtrupp erledigte dies am 26.08.2015. Damit war alles für den 29.08.2015 vorbereitet. Jetzt mussten nur noch zahlreiche Helferinnen und Helfer kommen, um mit Planen die abgetrockneten Pflanzen von unseren Feuchtwiesen abzutragen. Und es kamen bei dem schönen Sommerwetter wieder genügend Naturschützer, um diese einmaligen Lebensräume mit ihren zahlreichen Tier- und Pflanzenarten zu erhalten. Seit über 15 Jahren erhält der NABU von den Eltern der Südkamener Kindertageseinrichtung „Unter dem Regenbogen“ die für die Pflegemaßnahen notwendige Unterstützung. Ohne diese Hilfe hätte der NABU die Pflege der Feuchtwiesen schon längst einstellen müssen! Leider lassen sich von über 1100 Mitgliedern des NABU-Kreisverbandes Unna gerade mal 10 zur Mitarbeit bewegen. Vor 30 Jahren haben wir diese Arbeit ganz alleine mit unseren aktiven Mitgliedern geschafft! Der Einsatz für unsere Natur hat offenbar allen Beteiligten Spaß gemacht.

 

Die Kinder wurden wie schon so oft in den vergangenen Jahren von Karl-Heinz Kühnapfel zu einer naturkundlichen Entdeckungsreise entlang der Wiese eingeladen. Dort konnten Frösche, Spinnen und Schnecken beobachtet werden. Drei kleine Naturforscher schauten sich begeistert auch noch Waldeidechsen auf der Wiese am Kraftwerk an.

Um 12:00 Uhr war dann die letzte Fuhre von der Wiese gezogen. Große Heuhaufen warten nun auf ihren Abtransport.

 

Der letzte Teil der Wiesenmahd fand heute, am 02.09.2015, statt. Die Fläche hinter dem Pumpwerk wurde in rekordverdächtiger Zeit von 7 Aktiven vom Mahdgut geräumt. Damit ist die Wiesenmahd in Bergkamen-Heil in diesem Jahr abgeschlossen. Es folgen noch einige Pflegearbeiten im Herbst und Winter.

Allen Helferinnen und Helfern sei an dieser Stelle für ihren Arbeitseinsatz gedankt.


Text und Fotos Bernd Margenburg



Orchideen locken

Majalis Heilt
Majalis Heilt

Wie in den vergangenen Jahren lockten die blühenden Orchideen in Bergkamen- Heil zahlreiche interessierte Besucher an, die aktuelle Informationen über unsere Knabenkräuter erhalten wollen. Diesmal ging es mit 28 Teilnehmern zu der seit über 30 Jahren vom NABU gepflegten Orchideenwiese. Das Ergebnis dieser jahrzehntelangen Naturschutzarbeit konnte sich sehen lassen.

 

Rund 10.000 aufblühende Breitblättrige Knabenkräuter ließen die Wiese rot leuchten. Vor Ort gab es Informationen zur Biologie der Pflanzen und zur Pflege dieser Feuchtwiese. Mit dem Schutz dieser attraktiven Pflanzenart ist es dem ehrenamtlichen Naturschutz gelungen, diesen wertvollen Lebensraum zu erhalten. Ohne die Hilfe vieler Naturfreunde/Innen die jedes Jahr das Mahdgut von der Wiese abtragen und eines ortsansässigen Landwirtes, der das Schnittgut abfährt,wären die Orchideen längst verschwunden.So können sich Besucher über einen der größten Bestände des Breitblättrigen Knabenkrautes in NRW erfreuen (s.Tabelle, ab 2010 Schätzung des Bestandes).

Das enorme Samenpotential der Bergkamener Orchideenpopulation erlaubt eine Besiedlung geeigneter Lebensräume auch weit über die Kreisgrenzen hinaus. Wie auch die Tierwelt vom Erhalt dieses Lebensraumes profitiert, konnte fachkundig von Rolf Böttger an Hand einer sich auf einer Baumwurzel sonnenden Waldeidechse erklärt werden. Auch hier hat eine Artenschutzmaßnahme des NABU eine deutliche Populationszunahme gebracht.

 

Der Erhalt und die Wiederherstellung geeigneter Lebensräume für unsere Orchideen und aller anderen Wiesenpflanzen bleibt deshalb eine Aufgabe für den amtlichen und ehramtlichen Naturschutz. Text und Fotos: Bernd Margenburg


Zusammenarbeit mit der Polizei

Mit einer Begehung zur Erfassung der vorkommenden Vogelarten begann am Morgen des 10.05.2015 die Zusammenarbeit zwischen der NABU Ortsgruppe Selm und dem Polizei-Ausbildungsinstitut zum Thema Liegenschaft und Naturschutz. Neben 35 Vogelarten konnten auch interessante Pflanzen und ein Fledermaus-Quartier entdeckt werden. Im weiteren Verlauf ist an die Aufhängung von Nistkästen für gefährdete Arten wie Gartenrotschwanz und Fliegenschnäpper gedacht. Auch die Möglichkeit von gemeinsamen Aktionen ist im Gespräch. Wie etwa eine Führung für die Bediensteten der Polizei, oder die Teilnahme des NABU am Tag der offenen Tür. Text und Fotos: Uwe Norra


Krötenschutz in Unna

… und weder Blitz noch Donner hielt sie auf!

Samstag, den 28. März 2015:

 

Endlich gute Nachrichten aus dem Wetterstudio: am letzten Märzwochenende dürfen wir bestes Krötenwetter erwarten, sprich: ergiebiger, warmer Regen!

 

Mit Regenschutz, Warnwesten und Taschenlampen gut ausgestattet, freuen sich besonders Mathilde, Alwine, Lasse, Neele, Judith und Etienne auf ihren diesjährigen Rettungseinsatz. Kaum setzt die Dämmerung ein, werden Kröten und Kinder aktiv. Ohne Berührungsängste und Scheu werden nach und nach immer mehr Kröten zum Sammelplatz gebracht.

 

Einmal mit dem „Jagdfieber“ angesteckt, kann auch das bedrohliche Donnergrollen die Kinder und Ihre Eltern nicht abschrecken. Nach und nach schärfen sich alle Sinne selbst für die kleineren Amphibienarten. Durch den schlanken Körperbau und der guten Tarnfärbung sind Molche - zumal im kleinen Kegel der Taschenlampen - schon schwieriger zu entdecken. Ganz besonderes „Jagdglück“ hat Familie Sacher, die es sogar schafft, ein sprungkräftiges, flinkes und glitschiges Grasfroschpärchen mit zum Sammelplatz zu bringen.

 

Die milden Temperaturen und der leichte Regen führen dann auch insgesamt dazu, dass jetzt auch am Standort der Nordlünerner Straße in Unna die Krötenwanderung 2015 eingesetzt hat.

 

Nach der „Inventur“ der Amphibien am Sammelplatz werden die Kröten und Molche sicher zu ihrem eigentlichen Bestimmungsort, dem Laichgewässer an der Nordlünerner Straße gebracht.

Das Sammelergebnis von Samstag:

 

 

Paare

Einzelmännchen

Gesamt

Erdkröte

17

24

58

Bergmolch

0

3

3

Teichmolch

1

2

4

Grasfrosch

1

0

2

gerettete Amphibien gesamt:

67

Sonntag, den 29. März 2015.

Während die Menschen ihre Uhren auf Sommerzeit einstellen, präsentiert sich das Wetter alles andere als sommerlich: der Himmel ist verhangen, es wird heut gar nicht richtig hell, es regnet und stürmt. Es sieht vom Wohnzimmerfenster aus, wie ein richtig mieser Wintertag.

 

Außerhalb der geschützten vier Wände ist man aber über die laue Lufttemperatur erstaunt, also wieder bestes Krötenwanderwetter. Durch die Sommerzeitumstellung eine Stunde später, als gestern, trifft man sich abends wieder an der Nordlünerner Straße. Die Bäume knarren und ächzen schon bedrohlich im immer heftiger werdenden Sturm. Kaum setzt die Dämmerung ein, erhellt ein kräftiger Blitz über Bönen den Krötenzaun. Der einsetzende Starkregen ist die Initialzündung für die Amphibien. Während binnen Sekunden die Krötenschützer bis auf die Knochen durchgeweicht werden, zieht es die Kröten gerade jetzt aus dem Unterholz direkt über die Nordlünerner Straße.

 

Derweil kommt das Gewitter rasch immer näher. Wir zählen wie in der Schule die Sekunden zwischen Blitz und Donner: keine zwei Sekunden mehr, also ist das Gewitter quasi direkt über uns, d.h. Abbruch der Rettungsaktion am Krötenzaun. Jetzt gilt es erst einmal, die Krötenretter selbst in Sicherheit zu bringen. Alles muss jetzt schnell gehen und so werden die bis hierin aufgefundenen Kröten kurzerhand erst einmal samt Eimer mit ins Auto genommen. Während die Autoscheiben von innen langsam beschlagen und draußen sich das Gewitter austobt, kommen davon völlig unbeeindruckt leise „Krütt-Krütt“-Geräusche aus dem Eimer auf der Rücksitzbank.

 

So rasch, wie das Gewitter aufgezogen ist, so rasch treibt der kräftige Sturm es auch wieder weiter. Leider aber haben die zwei, drei Minuten Wartezeit im Auto ausgereicht, dass es zwei Krötenweibchen und der erste Laubfrosch in diesem Jahr nicht lebend über die Straße geschafft haben.

 

Trotz dieser traurigen Entdeckung sind auch nach dem Gewitter und der deutlichen Temperaturabkühlung die Amphibien sowie ihre Retter nicht aufzuhalten.

 

Hier die Ergebnisse vom Sonntag:

 

Paare

Einzelmännchen

Gesamt

Erdkröte

32

30

94

Bergmolch

0

3

3

Teichmolch

0

0

0

Grasfrosch

1

1

3

gerettete Amphibien gesamt:

100

Nach dem warmen Wochenende haben sich die Temperaturen deutlich wieder abgekühlt. Und so soll es auch noch bis zum Osterwochenende bleiben. Die „Fangquote“ von Montag und Dienstag beläuft sich auf jeweils nur noch ein Krötenweibchen. Gemeinsam wurde daher abgestimmt, den Krötenschutzzaun am Donnerstag abzubauen.

 

Die Krötenschutzaktion 2015 an der Nordlünerner Straße ist somit für diese Saison beendet. Stellvertretend für die insgesamt rund 250 geretteten Amphibien bedankt sich der NABU bei den diesjährigen Helfern für ihren unermüdlichen und ausdauernden Einsatz, auch bei Donner, Blitz, Hagel und Sturm.

Text und Fotos: Annika Böttger

 


Pflegeeinsatz in Selm-Bork

Auch auf der Steuobstwiese in Bork hat der Pfingststurm "Ela" im Vorjahr Schäden angerichtet. Am 14. März 2015 wurden nun auf dieser vom NABU betreuten "Ausgleichsfläche Wörth" fünf Obstbäume ersetzt. Je ein Hochstamm-Apfelbaum der Sorten Topas, Ingrid Marie, Cox Orange, Jakob Lable und Finkenwerder Herbstapfel wurde neu gepflanzt. Die Kinder von Mitgliedern der Ortsgruppe Selm waren mit Begeisterung dabei.

Text und Foto: Dirk Niggemann


Krötenschutzaktion 2015 in Unna-Billmerich

Am 7. März 2015 war es soweit: Bei leicht bewölktem Himmel und halbwegs milden Temperaturen konnte endlich nach Wochen frostiger Nächte und nasskalter Tage der Krötenschutzzaun an der Buschstraße in Unna-Billmerich errichtet werden. Mit der diesjährigen Aktion blickt der NABU in Billmerich auf 32 Jahre Krötenschutz zurück. Wie schon seit vielen Jahren, gab es beim Zaunaufbau wieder tatkräftige Unterstützung von Schülern, Eltern und Lehrern der Liedbachschule. Die Grundschule befindet sich direkt am Aktionsort und ist seit 26 Jahren fester Kooperationspartner des NABU in Billmerich. So fanden sich an diesem Samstag bis zu 50 Helfer ein, die auf dem Schulgelände und auf der benachbarten Hangwiese Zaunrollen auslegten, Haltestäbe platzierten, Fangeimer im Boden versenkten und den Zaun mit Maulwurfserde abdichteten. Emsig verteilten die Schüler zudem Moos und Stöcke auf die Eimer, um den Amphibien ein dunkles Versteck bei Tagesanbruch zu bieten und um evtl. "mitgefangenen" Insekten oder Mäusen ein Entkommen zu ermöglichen. Auch in Sachen Umweltschutz betätigten sich Schüler und sammelten eine ganze Schubkarre voll Müll vom Rand der Wiese. Dank der großen Helferschar war der ca. 250 m lange Zaun innerhalb von 2 Stunden komplett aufgebaut. Nun freuen sich die Schulklassen auf die morgendliche Zaunkontrolle, bei der die Tiere aus den Fanggefäßen befreit, gezählt und per "Eimertaxi" an einem sicheren Ort ausgesetzt werden.

Allen Kindern viel Erfolg bei der Krötensuche in den nächsten Wochen. Herzlichen Dank für die Unterstützung an alle Helfer.

Andreas Förster

 


Mit dem Naturschutzbund in die Niederlande

Für den NABU-Kreisverband Unna ist es schon lange eine geliebte Tradition, alle zwei Jahre einen Ausflug in unser Nachbarland zu unternehmen. Die diesjährige Fahrt zur Beobachtung der in Holland überwinternden Gänse und anderer Vogelarten begann am Samstag, dem 21.02.2015. Morgens um sieben Uhr saßen 25 gut gelaunte Teilnehmer in Bergkamen im Reisebus und es ging los. Sowohl mit dem Busfahrer wie mit dem Wetter hatten wir diesmal mehr Glück, als erwartet. Am ersten Tag wurde es heiterer, als der Wetterbericht vorhersagte. Und der zweite Tag war sogar überwiegend sonnig. Natürlich wehte ein unangenehm kühler Wind, wie es zu dieser Jahreszeit nicht anders zu erwarten war. Man muß sich bei so einer Trip schon warm anziehen.
 
Lesen Sie mehr über die Hollandfahrt und unsere heimische Vogelwelt im Lokalkompass.de: http://www.lokalkompass.de/selm/natur/mit-dem-naturschutzbund-nabu-unna-in-die-niederlande-d522421.html

Text und Fotos: Uwe Norra


Pflegemaßnahmen auf Selmer Streuobstwiese  

Selm 28.02.2015 Auf der NABU-Streuobstwiese am Selmer Bach waren einige Pflegearbeiten zu erledigen. Hierzu trafen sich am vergangenen Samstag sechs Mitglieder der Ortsgruppe. Es wurden 10 Kopfweiden geschnitten und einige vom Sturm umgeworfene Obstbäume abgeräumt und ersetzt. Text und Fotos: Uwe Norra


Wintergäste - Exkursion zum Möhnesee

Am 25.02.2015 um 8:30 Uhr trafen sich 8 naturkundlich Intressierte am Autobahnparkplatz in Bergkamen-Weddinghofen. Dann ging es in Fahrgemeinschaft Richtung Möhnesee. Bei Winterlichen Temperaturen und bei geringer Schneelage ging die Fahrt nach Günne zum Ausgleichsbecken unterhalb der Staumauer. Am Wehr ließ sich die Wasseramsel beobachten und Zwergtaucher tauchten nach Nahrung. Des weiteren konnten Schellenten, Gänsesäger, Reiher- und Tafelenten beobachtet werden. Große Trupps Wacholderdrosseln zogen aufgrund Kälteflucht nach Südwesten durch. Kleiber und Haubenmeisen waren im Wald zu hören.

Danach ging es zum Südufer wo seit einigen Tagen ein Irrgast aus Nordamerika zu bestaunen war. Ein Eistaucher tauchte nach Krebsen. Das war schon ein freudiges Erlebnis denn im Binnenland kommt ein Eistaucher nicht vor. In Europa brütet er auf Island und bei uns Überwintert er extrem selten. Die Suche nach einem an der Möhne gemeldeten Prachttaucher blieb leider Erfolglos doch hoch oben in den Fichten konnten wir die leisen sisisi Rufe der Wintergoldhähnchen vernehmen.

Um 13:00 Uhr löse sich unsere Naturgucker- Truppe auf. Mit kalten Fingern und 34 Arten insgesamt ein erfolgreicher Morgen.

 

Ilona Jädtke, Guido Bennen

 

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Neue Nisthilfen in der Vöhde

Nabu und Heimatverein Hemmerde

Ulrich Drawe, Gerd Jäger, Reinhard Klatthaar und Alfred Haberschuss (v. l.) haben in der Hemmerder Vöhde Nistkästen gereinigt und neue aufgehängt.
Ulrich Drawe, Gerd Jäger, Reinhard Klatthaar und Alfred Haberschuss (v. l.) haben in der Hemmerder Vöhde Nistkästen gereinigt und neue aufgehängt.

Hemmerde. In der Hemmerder Vöhde haben Naturschützer Nistkästen gereinigt und teilweise ersetzt. Verantwortlich für das Projekt sind der örtliche Naturschutzbund (Nabu) und der Heimatverein Hemmerde. Nun hoffen die Ehrenamtlichen nicht nur, dass die Nisthilfen im Frühjahr gut angenommen werden. „Wir hoffen, dass wir in diesem Jahr nicht wieder einige Brutkästen durch Grünpflegearbeiten und Baumrodungen verlieren“, sagt Organisator Alfred Haberschuss. Im vergangenen Jahr waren im Rahmen von Grünschnittarbeiten Nistkästen, die an abgesägten Bäumen hingen, verloren gegangen. Den Ersatz dafür haben die Naturschützer selbst finanziert und selbst gebaut. Quelle Hellweger-Anzeiger vom 28.01.2015

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Quelle: Hellweger Anzeiger vom 05.01.2015

Aktiver Naturschutz hat im Osten guten Nährboden

Beim 35. Tag der Weide erinnerten sich Initiatoren an die Anfänge

Gemeinsam kümmerten sich Naturfreunde beim Tag der Weide auch um das Ausbessern von Zäunen. Teilweise recycelten die ehrenamtlichen Handwerker, was sie andernorts abgeschnitten hatten: Weidenzweige sind gutes Baumaterial. Fotos: Sarad
Gemeinsam kümmerten sich Naturfreunde beim Tag der Weide auch um das Ausbessern von Zäunen. Teilweise recycelten die ehrenamtlichen Handwerker, was sie andernorts abgeschnitten hatten: Weidenzweige sind gutes Baumaterial. Fotos: Sarad

Von Sebastian Pähler

Unna. Die Ostdörfer erlebten am Samstag wieder das Herzstück der Unnaer Umweltschutzbewegung: Beim Tag der Weide packten viele fleißige Helfer trotz widriger Umstände mit an.

 

Die Ökozelle im Herzen Mühlhausens lädt wie nur wenige andere Orte im Bereich Unnas dazu ein, eine Natur zu genießen, die sich beinahe selbst überlassen ist. Doch einmal im Jahr sind es nicht die Stimmen zwitschernder Vögel oder quakender Frösche, die schon von Weitem das Idyll ankündigen, sondern das Kreischen von Kettensägen und die Stimmen von Dutzenden Helfern. Jeden ersten Samstag im Jahr ist das gestattet, denn beim Tag der Weide geschieht das an Eingriffen in die Natur, was das Biotop braucht, um all einen Bewohnern einen Platz zu bieten. Im Zentrum steht dabei die Weide, die nicht nur aus Naturschutzgründen, sondern auch als Kulturpflanze prägend für die Region ist und daher besondere Aufmerksamkeit verdient.

 

Vor 35 Jahren begann alles mit einer Handvoll fleißiger Helfer. „Hier haben sich Leute zusammengetan, die ihr Herz für den Umweltschutz entdeckt haben“, berichtete Wilfrid Loos. Als Leiter der VHS-Krötenschutzgruppe gehörte er zu denjenigen, die den Umweltschutzgedanken in Unnas Osten getragen haben.

 

Lagebesprechung: Gerd und Wolfgang Bräckelmann, Bernd Margenburg, Rolf Böttger und Ulrich Bräckelmann (v. l) planen die weiteren Arbeiten.
Lagebesprechung: Gerd und Wolfgang Bräckelmann, Bernd Margenburg, Rolf Böttger und Ulrich Bräckelmann (v. l) planen die weiteren Arbeiten.

Vereine arbeiten zusammen für die Natur

Dort fiel der Samen auf fruchtbaren Boden. Der Naturschutzbund (NABU) und der Sauerländische Gebirgsverein (SGV) schlossen sich mit der Krötenschutzgruppe zusammen, um den Tag der Weide auszurichten. Dazu gesellten sich auch der Heimatverein Mühlhausen-Uelzen und die Landschaftswacht

sowie zahlreiche engagierte Bürger, nicht nur aus den anliegenden Dörfern, sondern dem ganzen Unnaer Gebiet, die jedes Jahr bei den zahlreichen Aufgaben helfen.

 

Lob für Albrecht, den Organisator

Besonderes Lob galt auch diesmal wieder Karl-Heinz Albrecht, der den Tag der Weide seit vielen Jahren organisiert. „Es gibt viele, die genauso wichtig sind, aber ohne die Organisation von Karl-Heinz ginge hier nichts“, sagte Loos. „Er schafft es alle zusammenzubringen, und das ganz zwanglos.“ Das Kürzen der Weiden,

das so genannte Schneiteln, war auch in diesem Jahr der erste, aber nicht der einzige Punkt auf der Tagesordnung. Mit dem Schneiteln wird unter anderem Lebensraum für verschiedene Tierarten geschaffen, aber auch Material für verschiedene Zwecke gewonnen. Die abgetrennten Äste kamen direkt bei der Ausbesserung des Zauns an der Ökozelle zum Einsatz. Mit Sensen mähten die Männer des SGV die Schneeglöckchenwiese, damit dort im Frühling Schneeglöckchen und Schlüsselblumen wachsen können.

 

Kinder jäten wuchernde Brombeeren

Die Kinder der NABU-Kindergruppe befreiten die Wege von Brombeeren, nachdem ihr geplantes Einsatzgebiet am Cornelkamp wegen überfluteter Wiesen nicht zugänglich war. Der Cornelkamp ist nur einer von vielen Punkten, wo die rund 80 Naturfreunde sich um die Weiden kümmerten. Am Spanierkampweg galt es etwa, große Äste zu entfernen, bevor diese die alten Weiden auseinanderbrechen ließen. In der Uelzener Heide halfen einige Teilnehmer Landwirt Gerd Bräckelmann, die Weiden auf seiner Obstwiese und am nahegelegenen Bachlauf zu beschneiden. Wobei die Bräckelmanns schon mit großem Gerät vorgearbeitet hatten. Auch in Lünern war man nicht untätig, wo ebenfalls seit vielen Jahren die Weiden im Umkreis des Dorfes, vor allem am Lünerner Bach geschneitelt werden. Nach einem arbeitsamen Vormittag, der mit Regen und niedrigen Temperaturen aufwartete, waren schließlich alle Helfer, egal wo sie zum Einsatz kamen, in die Ökozelle eingeladen. Dort waren in der Zwischenzeit Bratkartoffeln und Mettwürstchen über dem offenen Feuer bereitet worden. Eine willkommene Stärkung, die auch Gelegenheit für den Austausch der zahlreichen

Beteiligten bot.

 

 

Nicht nur Wind in den Weiden

Experten geben Einblicke in einen wertvollen Lebensraum

 

„Das Schöne am Tag der Weide ist auch, dass man hier alle möglichen Experten in Sachen Natur findet, sei es für Schmetterlinge, Vögel, Hummeln oder Lurche“, erklärte Norbert Schorsch. Und er hatte Recht, wie sich am Samstag zeigte. Allein die Ökozelle, die im Mittelpunkt des Geschehens steht, ist ein hochinteressanter Lebensraum. Rund 700 Pflanzenarten haben dort genauso Platz wie zahlreiche Insekten, Vögel und Amphibien. Die Weide selbst bildet einen Lebensraum für sich, der von vielen Tieren genutzt wird. Durch das

Schneiteln entstehen die charakteristischen Köpfe, die viele Vögel als Nistplatz nutzen. Außerdem entstehen

durch das Auseinanderbrechen des Holzes Höhlen, in die beispielsweise Steinkauz, Specht, Meise oder andere

Höhlenbewohner einziehen.

„Die werden auch nicht nur für die Brut genutzt“, erläutert Diplombiologin Anke Bienengräber, eine der Leiterinnen der NABU-Kindergruppe. „Fledermäuse nutzen die Höhlen auch auf ihrem Zug als Schlafplatz“, berichtete sie. Die geschneitelten und aufgeschichteten Weidenäste dienen wiederum als Winterquartier für Igel, Kröten und Spitzmäuse. Zudem blüht die Weide auch sehr früh im Jahr und bildet so die Nahrungsgrundlage für Insekten wie Wildbienen. Diese dienen letztlich auch den Vögeln als Nahrungsquelle. Generell gilt es als wichtig, alte Bäume zu schützen, betonten die Naturschützer. Denn während sich Hecken bewohnende Tierarten ganz gut an den, von Menschen genutzten Lebensraum angepasst haben, geht den Bewohnern von Baumhöhlen mehr und mehr der Platz aus. (Quelle Hellwerger Anzeiger vom 05.01.2015)

 

 

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Termine im Juli

So., 02.07.2017 Schmetterlingsexkursion zur Bergehalde

Mo., 03.07.2017 Vorstands- und Beiratssitzung

Mi., 19.07.2017 Stammtisch – NABU Ortsgruppe Selm

Do., 27.07.2017 Stammtisch – NABU Ortsgruppe Kamen/Bergkamen