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Naturschutz: Das Stiefkind Bergkamens

Es ist offenbar vergessen worden, wer das heutige Naturschutzgebiet Beversee gerettet hat und wie es sich entwickelt hat.

 

Ohne Helmut July stünde dort das Kraftwerk und der NABU-Kreisverband Unna wäre nicht gegründet worden. Damals ein artenreiches, menschenleeres Naturjuwel ohne Schutzstatus. Seit der Unterschutzstellung mit Wegeausbau und Besucheransturm kann man kaum noch Kleinvögel an den Rundwegen sehen. Arten wie Sumpfveilchen auf den ehemals matschigen Wegen und Orchideen, wie Zweiblatt oder Vogel-Nestwurz, sind verschollen.

 

Und jetzt noch eine Verrohrung eines natürlichen Bachlaufes, Fahrspuren in eine Feuchtwiese und Rückschnitte von Sträuchern in einem FFH- und Naturschutzgebiet, damit Rettungsfahrzeuge dort fahren können.

 

Haben dort noch naturschutzfachliche Belange eine Bedeutung? Was sagt eigentlich die Wasser-rahmenrichtlinie zu diesem Bauvorhaben? Wer genehmigt so etwas ohne Rücksicht auf EU-Vorgaben und der Gefahr eines Vertragsverletzungsverfahrens

 

Was zählt die Ablehnung des Naturschutzbeirates?

 

Erschreckend, wie mit unserer Natur selbst in Schutzgebieten umgegangen wird.

 

Man hat in den letzten 40 Jahren in Bergkamen nichts dazugelernt. Was würde wohl Helmut July sagen?

 

Dipl.-Phys. Bernd Margenburg

 

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