Aktuelles

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Herbarium-AG wieder aktiv

Ab dem 05.12.2019 tritt die Herbarium-AG wieder in Aktion. Die Aufbereitung der Herbariumsbestände, die sich in  der Obhut des Kreisverbandes Unna befinden, erfordert viele fleißige Hände für das Aufkleben.

In 2019 treffen wir uns noch ein weiteres mal am 12.12., Treffpunkt ist jeweils die Caferteria in der Ökologiestation in Bergkamen-Heil.

Ab 2020 wollen wir uns dann regelmäßig am letzten Donnerstag im Monat treffen, auch wieder in der Cafeteria der Ökologiestation. 

Weitere Information können bei Götz Loos angefragt werden. (goetz.h.loos@googlemail.com)


Schmetterlingswanderung auf der Halde Großes Holz am 14.07.2019

Trotz des nur mäßigen Wetters war unsere Schmetterlingswanderung auf die Halde Großes Holz wieder gut besucht. Auch ohne Sonne wurden zahlreiche Tagfalter aufgespürt und ihre Lebensweise erläutert.

 

Besonders das Große Ochsenauge und der Schornsteinfeger sowie mehrere Weißlingsarten waren gut vertreten. Der Schwalbenschwanz, der dort regelmäßig zum "hilltopping" (Auffinden eines Partners auf Hügel- und Bergkuppen) auftaucht, konnte diesmal leider nicht aufgefunden werden.

 

Unser Referent Klaus-Bernhard Kühnapfel berichtete über die aktuellen Entwicklungstendenzen  der Schmetterlingsfauna im Kreis Unna. Besonders negative Entwicklungen in der Landwirtschaft sind für den massiven Verlust von Schmetterlingen verantwortlich, aber auch die immer weiter fortschreitende "Denaturierung" unserer Gärten durch Versiegelung, Steinschüttungen oder Gabionen trägt ihren Teil dazu bei.

 

Letztendlich wurde allen Teilnehmern erläutert, was sie ganz persönlich tun können, um unseren heimischen Schmetterlingen zu helfen. 


Vogelkundliche Wanderung im NSG Lippe in Bork für Laien und Profis

Bei sehr schönem Wetter konnten gemeinsam mit 9 Teilnehmern tolle Beobachtungen gemacht werden. Bereits auf dem Parkplatz der Baumschule Merten hörte man Stare, Stieglitz, Buchfink, Zaunkönig, Grünfink, Rotkehlchen, Heckenbraunelle, Kohlmeise und Amsel, der hier immer anwesende Girlitz wurde aber vermisst.

Auf dem Weg in das NSG konnte am Brutplatz die Turmfalken mit Jungvögeln gesehen werden und Mönch- und Dorngrasmücken sangen zahlreich. Haussperlinge , Rauchschwalben und Mehlschwalben waren ebendso zu sehen wie der Buntspecht, wobei vom Grünspecht leider nur der Ruf mehrfach gehört wurde. Weiterhin waren Bachstelzen, Hausrotschwanz, Gartenbaumläufer, Dohle, Rabenkrähe und futtertragende Weißstörche schön zu beobachten.

Im NSG sangen sehr schön frei sitzend ein Feldschwirl, 3 Goldammern, Schwanzmeisen, Gartengrasmücken und auch 3 Nachtigallen. Graugänse mit Jungen, Kormorane, Reiherenten, Blessrallen, Kanadagänse, 2 Eisvögel, Zilp Zalpe rundeten das Bild ab. 2 Mäusebussarde wurden gesehen und die Hohltaube wurde genauso wir der Kuckuck gehört, dieser zeigte sich auch 2 mal.

Der Weg zurück brachte keine neuen Arten, jedoch erwartete uns am Parkplatz der Girlitz und das gleich mit 3 Exemplaren. Erfreulich hoch waren auch die Anzahl der Feldhasen.


Stürmische Krötensaison geht zu Ende

In diesen Tagen läuft die Krötenschutzaktion 2019 an der Nordlünerner Straße für dieses Jahr aus. Trotz 40 Jahren Krötenschutz an dieser Stelle und entsprechend großem Erfahrungsschatz haben uns unsere Amphibien auch in diesem Jahr mit neuen Superlativen und völlig ungewöhnlichem Wanderverhalten erneut überraschen können.

 

Pünktlich Ende Februar zeigten uns die ersten, kühnen Krötenmännchen an, dass es nun an der Zeit war, den Krötenschutzzaun entlang der Nordlünerner Straße und der Straße Hinter dem Holz im Unnaer Osten aufzubauen. Doch kurz nach dem Start der Krötenwanderung erreichten am Rosenmontag, den 04. März, Orkanstürme die Mitte Europas. Damit verbunden war ein plötzlicher und deutlicher Temperaturabfall auf nahezu 0 Grad Celsius, so dass die Wanderung erst einmal aussetzte.

 

Die Stürme ließen nicht nach und steigerten sich sogar bis zum nachfolgenden Sonntag zu einem nächsten Orkantief, so dass zum ersten Mal in der Geschichte der Krötenschutzaktion an der Nordlünerner Straße die Hilfsaktion aus Sicherheitsgründen abgesagt werden musste.

 

Trotz herabgestürzter Äste oder gar ganz umgeknickter Bäume blieb unser Krötenzaun jedoch von Sturmschäden zum Glück verschont und was noch wichtiger ist: es kamen weder Helfer noch Amphibien zu Schaden! Allerdings stellten uns unsere Kröten auf die Geduldsprobe: gut eingemummelt im tiefen Unterholz warteten sie einfach die zwei Sturmwochen geduldig ab und sahen vermutlich ganz entspannt zu, wie allabendlich ihre zweibeinigen Helfer den Zaun und die Eimer völlig erfolglos kontrollieren kamen.

 

Aber auch nach diesen beiden Sturmwochen stiegen die Temperaturen nur mäßig wieder an, so dass auch die Krötenwanderung in der dritten Woche nach Aufstellen des Zaunes sehr unstetig und mit geringen „Fangquoten“ verlief, bis dann am Freitag, den 22. März, der Frühling sich seine Bahn brach und wir den Krötenabend der Superlative erleben durften.

 

Denn dieser erste milde Vorfrühlingsabend des Monats März lockte (zum Glück, wie sich hinterher herausstellen sollte!) nicht nur viele Helfer sondern insbesondere unsere Kröten (massenhaft!) an den Zaun. Während sich die Helfer noch begrüßten und in Gruppen aufteilen wollten, ging es mit Einbruch der Dämmerung auf einmal schlag-artig los. Das Unterholz schien zu explodieren und Kröten aus allen Himmelsrichtungen strömten auf ihren Bestimmungsort, den Fischteich direkt an der Nordlünerner Straße, zu.

 

Schnell war klar, dass die noch kurz zuvor besprochene Arbeitsaufteilung hier heute nichts nützen würde, jetzt galt es: bücken, bücken, bücken! Kontrollgänge waren nur etappenweise möglich, da jeder Helfer binnen kürzester Zeit seinen Eimer bereits voller Kröten hatte, die dann, um zusätzlichen Stress für die Amphibien natürlich zu vermeiden, schnellstmöglich über die Straße zu ihrem Teich gebracht wurden.

 

Erst nach 22:00 Uhr ebbte der Zustrom an diesem Abend ab und die Helfer konnten zum ersten Mal ihre Rücken durchstrecken. Aber die Rückenschmerzen waren schnell vergessen, als Rolf Böttger die Zwischenstände zusammenrechnete und den gespannt wartenden Helfern die unglaubliche Zahl verkündete, dass an diesem Abend über 700 Kröten vor dem sicheren Straßentod gerettet werden konnten! So ein Tagesergebnis konnte zuletzt in den 1990er Jahren hier in Nordlünern erreicht werden.

 

Insgesamt wurden bei der Schutzzaunaktion an der Nordlünerner Straße in diesem Jahr über 1.700 Erdkröten gerettet. Ganz nebenbei gehen bei der Aktion den Helfern auch weitere Amphibienarten, wie Teichmolche, Bergmolche, Gras- und Grünfrösche ins Netz, die selbstverständlich ebenfalls sicher über die Straße gebracht werden. Ganz besonderes Anfängerglück hatte ein diesjähriger Ersthelfer, der sogleich beim allerersten von ihm kontrollierten Zaunabschnitt einen Laubfrosch entdeckte. Laubfrösche sind zwar an diesem Standort nicht selten, aber sie sind hervorragende und flinke Kletterer, die sich eigentlich nicht lange vom Zaun aufgehalten fühlen.

 

Da in den kommenden Abenden noch verstärkt mit Amphibien zu rechnen ist, die nun nach dem Ablaichen im Teich wieder zurück in ihre Sommerquartiere wandern möchten, finden derzeit am Standort auch weiterhin noch Nachkontrollen statt.

 

Der NABU bedankt sich hiermit ausdrücklich und ganz herzlich bei allen unermüdlichen Helfern, ob nun „alte Hasen“ oder „Ersthelfern“ und hofft auf ein Wiedersehen im Frühjahr 2020!

Impressionen

Etwas Statistik


 




 

Die NAJU-Gruppe im Schnee

Auch im Winter gibt es viel in der Natur zu entdecken. Unsere NAJU-Gruppe genießt den Schnee in der Ökozelle in Unna-Mühlhausen. Dick verpackt und mit hoffentlich hohen Stiefeln ist auch ein Bach kein Hindernis.