Aktuelles

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Wiesenmahd in Bergkamen-Heil 2018

Fotos: Bernd Margenburg
Fotos: Bernd Margenburg

Am Samstag, 01.09.2018 trafen sich

Bernhard Schlierkamp, Karin und Bernd Margenburg an der NABU-Garage, um den Balkenmäher zur Orchideenwiese nach Bergkamen-Heil zu bringen. 9:50 Uhr, nach kurzer Überlegung wie die beiden Benzinhähne am Balkenmäher stehen müssen, Choke gezogen und der Balkenmäher läuft. Damit hat die Wiesenmahd 2018 begonnen. Herunter vom Hänger und nach kurzer Fahrt ist die Orchideenwiese erreicht. Nun geht es los. Unser Ziel ist es, den südlichen, feuchteren Teil der Nasswiese zu mähen. Der Breitblättrige Rohrkolben und die Weiden haben sich hier wieder ausgebreitet, die die Wiesenpflanzen verdrängen. 2 Stunden später ist rund ¼ der Wiesenfläche gemäht.

 

Weiter geht es am 04.09.2018. Diesmal sind wir zu fünft. Udo Bennemann, Norbert Gruchot, Martin Kriesten, Bernd Margenburg und Bernhard Schlierkamp mähen den Rest der Wiese am Kraftwerk und die Fläche hinter dem Pumpwerk. Erstmalig haben wir zwei Balkenmäher und den Freischneider im Einsatz. Noch nie war es so trocken. Stiefel sind absolut über-flüssig. Es war in diesem Jahr zwar extrem trocken und heiß, aber auf Grund des hohen Grundwasserstandes ist der Boden der Wiese noch feucht. Das waren ideale Wachstums-bedingungen für die Wiesenpflanzen. Noch nie hatten wir so viel Biomasse auf der Nass-wiese. Um 14:00 Uhr ist bis auf die „Schonstreifen“ für Insekten alles gemäht. Damit sind alle notwendigen Vorarbeiten für Samstag, den 08.09.2018 abgeschlossen.

 

Samstag, 08.09.2018 um 9:30 Uhr geht es los. 21 Helferinnen und Helfer mit Harken, Heugabeln und Planen schaffen das Mahdgut von der Wiese. Drei Stunden später warten zwei große Heuhaufen nun am Rand der Wiese auf den Abtransport. Dank der Mithilfe der Eltern und Erzieherinnen der Kindertageseinrichtung „Unter dem Regenbogen“ aus Südkamen konnte auch in diesem Jahr die große Wiesenfläche so gepflegt werden, dass der Lebens-raum für die typischen Arten einer Nasswiese auch im nächsten Jahr erhalten bleibt. Der teilweise als Spielplatz umfunktionierte Heuhaufen und die Zugplanen als Transportmittel, die Beobachtung von Grasfröschen, Eidechsen und Heuschrecken sorgten bei den Kindern für einen erlebnisreichen Vormittag.

 

Am Montag, dem 10.09.2018 haben Schüler/Innen der BO2 der Friedrich von Bodelschwinghschule dem NABU bei der Wiesenmahd 2018 auf der Wiese hinter dem Pumpwerk geholfen. Die ungewohnte Arbeit machte allen sichtlich Freude und in kurzer Zeit war die Wiese abgeharkt und ein großer Heuhaufen am Wiesenrand war das unübersehbare Ergebnis. "Das können wir öfter machen!" hieß es zum Beispiel und so wurde dann gleich beschlossen, dass auch im nächsten Jahr wieder junge Helferinnen und Helfer zur Wiesenmahd kommen.

 

Zur gleichen Zeit wurde die RVR-Fläche auf der westl. Straßenseite gemäht. Am 12.09.2018 haben wir dann ca. die Hälfte des Mahdgutes von der RVR-Fläche abgetragen. Der Rest wurde dann von unserer kleinen, aber sehr aktiven Mahdgruppe am 17.09. und 19.09.2018 zusammengeharkt und abgetragen. Der Abtransport des Mahdgutes erfolgte Ende Oktober, wie in den vergangenen Jahren, durch einen ortsansässigen Landwirt.

 

Geschafft!!!

 

 

Bernd Margenburg

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Pflege des Orchideen-Biotops in Werne

Fotos: Martin Kriesten
Fotos: Martin Kriesten

In einer alten Mergelgrube wächst die seltene Orchidee Sumpf-Stendelwurz (Epipactis palustris). 2003 wurde diese unscheinbare weiß blühende Orchidee (ca. 2000 Stk.) in Werne zufällig entdeckt. Durch die bereits einsetzende Verbuschung des Biotops wäre die Art in wenigen Jahren an diesem Standort nicht mehr vorhanden. Durch die vom NABU seit 2004 regelmäßig durchgeführten jährlichen Pflegemaßnahmen (i. W. Rückschnitt des Weidenausschlags, Mähen des Grases, Entfernen der kanadischen Goldrute) wurden für den Sumpf-Stendelwurz optimale Wachstumsbedingungen geschaffen. Insgesamt haben wir dieses Jahr 13 Big-Bags mit Mahdgut abgetragen. Dass der Einsatz sich lohnt zeigt die jährliche Kartierung; es wurden in 2018 ca. 5000 Stück Sumpf-Stendelwurz ermittelt und das Biotop ist somit eines der größten zusammenhängenden Vorkommen dieser Art in NRW. 

Um die weitere Verlandung der beiden Teiche im Biotop zu verlangsamen, wurde dieses Jahr zusätzlich ein Teil des Rohrkolbens aus den Teichen entfernt.

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Tag des Apfels am 06.10.2018

Foto: Ilona Warnke
Foto: Ilona Warnke

 

Bei wunderschönen sonnigem Herbstwetter zog der "Tag des Apfels" auf der Ökologiestation in Bergkamen-Heil erneut wieder viele Menschen an. Jung & Alt konnten auf dem Regional-markt Produkte aus der Umgebung erwerben, an div. Ständen vielfältiges Essen und Trinken probieren sowie Informationen zu Umweltthemen einholen. Der NABU Kreisverband Unna war mit einem Infostand vertreten und konnte Interessierten z.B. Tipps zu Gartenpflanzen, Teichbepflanzung, Sommerfütterung der Vögel sowie zum aktivem Naturschutz geben. 

 


 

Karl-Heinz Albrecht wird von NRW-Umweltminister Remmel ausgezeichnet

Ein Streiter für das lebendige Gewässer
NRW-Umweltminister Remmel lobt Karl-Heinz Albrechts Einsatz für Gewässer
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Die AGON-Arbeitsgemeinschaft Ornithologie und Naturschutz

Die AGON Schwerte befasst sich seit über 35 Jahren mit dem Thema „Natur“. Gegründet wurde sie unter der Leitung von Dieter Ackermann mithilfe der VHS Schwerte 1979 aus einer im Jahre 1976 geborenen Idee und beschäftigte sich zunächst mit den Greifvögeln. Bald kamen Pilze, Botanik, Insekten und Fledermäuse dazu. Später galten Brutvogelkartierung, §29 Stellungnahmen und Amphibienschutz, doch auch der praktische Naturschutz in Form von Nisthilfen wurde immer wichtiger.

 

1989 stellten uns die VHS und die Stadt Schwerte Räume im Keller unter der Turnhalle Villigst zur Verfügung, die wir selbst renoviert und eingerichtet haben. Dadurch konnte endlich die Meisenknödel-Herstellung aus „häuslichen Bereichen“ ausgelagert und erweitert werden.

 

Sie ist genau wie die Herstellung von Nist- und Futterhilfen ein wichtiges Standbein beim Erwerb von für die Natur wertvollen ehemaligen Ackerflächen.

 

Zu den weiteren Aufgaben gehören neben der ganzjährigen Pflege der AGON-eigenen Wiesen - bereits seit langem im zeitigen Frühjahr, in Zusammenarbeit mit der Bio-Station des Kreises Unna - die Freischneidearbeiten im Naturschutzgebiet (NSG) Ebberg in Westhofen.

 

Dazu kommen weitere Projekte für den Naturschutz, wie z. B. Beobachtungsstand und Storchenmast in den Röllingwiesen. Bis 2015 führte Dieter Ackermann die Leitung des AGON. Diese hat er aus Altersgründen an Wolfgang Pitzer abgegeben. Dennoch ist er bei allen Arbeiten weiterhin gerne mit dabei!

 

Text: Renate Neuhaus

 

Termine im November

Mo.,05.11.2018 Vorstands-und Beiratssitzung in Schwerte

Mo.,12.11.2018 Vortrag: 

Griechenland im Frühjahr, "Ionische Inseln"

Mi.,21.11.2018 Stammtisch NABU Ortsgruppe Selm 

Do.,29.11.2018 Stammtisch NABU Ortsgruppe Kamen/Bergkamen